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Jos Rittenauer, Leonie Otto und Anna Josefine Beiske verleihen im Rahmen der Duisburger Filmtage die „Große Klappe“


„Black Sheep“ - Herdentrieb und schwarze Schafe

IMG 8127Auch in diesem Jahr (10.11.2016) verliehen drei Schülerinnen und Schüler des NGB im  Duisburger Filmforum die begehrte "Große Klappe" für den besten Dokumentarfilm des doxs!-Festivals. Der mit 5000 Euro dotierte Preis ging an den Film „Black Sheep“ (GB 2015) des Briten Christian Cerami. Den Gewinnerfilm wählte eine medienpädagogisch geschulte Jugendjury nach intensiven Diskussionen aus. Die SchülerInnen übernahmen auch die Moderation der Preisverleihung. Mit dabei vom NGB waren Leonie Otto, Anna Beiske und Jos Rittnauer als Mitglieder der Jury sowie eine sechzehnzehnköpfige Delegation des NGB.


 
Bei "doxs!" geht es um anspruchsvolle Dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche. Die "Große Klappe" ging in diesem Jahr an einen Film, der ein hochaktuelles Thema behandelt: die Faszination rechter Gruppierungen, die mit einfachen Erklärungsmustern und dem Feindbild Islam Jugendliche faszinieren und radikalisieren.
Der Film begleitet zwei Brüder (13 und 17 Jahre), die im tristen und abgehängten Bradford in Nordengland leben. Der ältere der beiden versucht seinen jüngeren Bruder zu überzeugen an einer Demonstration der rechtsextremen EDL teilzunehmen. Diese nationalistische Gruppierung richtet sich radikal gegen den Islam und versucht durch gezielte Provokationen und Hasstiraden Aufmerksamkeit zu erzielen. Der jüngere der beiden Brüder ist noch unentschlossen, als sie mit dem Zug zur Demonstration in die Nachbarstadt reisen, der ältere hat sich jedoch bereits entschieden...
Eine lobende Erwähnung sprach die Jugendjury aus für den deutschen Kurzfilm "Ein Aus Weg" (DE 2016) von Simon Steinhorst und Hannah Lotte Stragholz. Als Preispate begleitete Oguz Yilmaz, Y-Titty Mitbegründer und YouTube-Star der ersten Stunde, die Verleihung.
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Auch für das Jahr 2017 besteht für filmisch interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe die Möglichkeit in der doxs-Jugendjury mitzuarbeiten. Interessenten melden sich bitte bei Herrn Gorn. Eine Vorstellung, was euch bei der Juryarbeit erwartet, könnt ihr im Beitrag von Bengisu Yüksel lesen, die 2014 Teil der Jury war.

                                    V. Gorn

GROSSE KLAPPE 2016
6. Europäischer Filmpreis für politischen Kinder – und Jugenddokumentarfilm
Gestiftet von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
BLACK SHEEP (GB 2015) von Christian Cerami

Begründung der Jury

Wir wollen einen Film auszeichnen, der kein einfaches Thema aufgreift. Mit starken Bildern erzählt
er eine politische Geschichte höchster Aktualität, die auf diese Weise überall in Europa denkbar
wäre. Dabei gelingt es dem Regisseur, ein gesellschaftliches Problem auf einer persönlichen Ebene zu erzählen. Der Film eröffnet dadurch eine neue Perspektive auf eine eigentlich weitgehend bekannte Thematik: Die Konflikte um Religion, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.
Mit seiner intensiven Atmosphäre fesselt der Film die Zuschauenden und regt sie zum Nachdenken an. Die Eindrücke nationalistischer Demonstrationen sind bedrückend und zeigen die Bedrohung, welche fremdenfeindliche Parolen auslösen. Der Regisseur verwendet raue, realistische Bilder, die von verzerrter Musik begleitet werden. So schafft es der Film ästhetisch, die Beklemmungen und Ängste auszudrücken, die mit dem Erstarken der rechten Bewegung verbunden sind. Zugleich ermöglicht uns das Beobachten der Protagonisten Einblicke in eine Welt, die wir so noch nicht gesehen haben.
Wir zeichnen einen Film aus, der für das Publikum nicht unbedingt bequem ist, sondern es dazu
auffordert, sich mit gesellschaftlich wichtigen und virulenten Konflikten auseinanderzusetzen.


Meine Juryerfahrung beim Filmpreis GROSSE KLAPPE 2014 (Bengisu Yüksel)

Der Filmpreis GROSSE KLAPPE, der seit 2011 im Rahmen der Duisburger Filmwoche verliehen wird, zeichnet jährlich Produktionen aus, welche sich ästhetisch und politisch wertvoll mit Themen, die Jugendliche betreffen, beschäftigen. Für den Preis werden ausschließlich deutsche und europäische Dokumentarfilme ausgewählt, die dann, und das macht die GROSSE KLAPPE europaweit einzigartig, von einer Jugendjury gesichtet und besprochen werden. Nachdem alle nominierten Filme gesichtet werden, entscheidet die Jury schließlich zusammen, welcher Dokumentarfilm den Preis gewinnt. Es winken vor allem das 3500 € dotierte Preisgeld für die beste Regieleistung. Zudem wird der Film als DVD für den Schulunterricht herausgebracht.
Soweit die Theorie. Aber was habe ich, Schülerin der Q2 des NGB, mit diesem Filmpreis zu tun?
Mitte letzten Schuljahres wurden eine Mitschülerin (Malina Hoffmann) und ich von Herrn Gorn angesprochen, ob wir nicht Lust hätten, bei der Jugendjury als Schüler des Neuen Gymnasiums mitzumachen. Obwohl wir uns nicht viel unter Juryarbeit vorstellen konnten, sagten wir sofort zu, denn wir beide lieben Filme und waren neugierig, was uns wohl erwarten würde. Als wir auch den Verantwortlichen bei doxs! (so nennt sich die für den Preis verantwortliche Sektion der Duisburger Filmwoche) Bescheid gegeben hatten, passierte bis auf ein paar Mails erstmal gar nichts, bis im August endlich die Sichtungstermine anstanden. Ziemlich aufgeregt fuhren wir also Samstag morgen zum Duisburger Filmforum, um das Team, die anderen Jurymitglieder und natürlich die Dokumentarfilme zum ersten Mal zu sehen. Wie immer bei solchen Dingen war unsere Nervosität absolut unbegründet, wir wurden herzlich aufgenommen und verstanden uns sehr gut mit unseren MitjurorInnen. Nach einer kurzen Einführung zum Thema Dokumentarfilm ging es auch schon los mit den ersten beiden Filmen, die Zeit verging mit Diskutieren, Essen (an dieser Stelle 1000 Dank an das doxs!-Team für die vielen Kekse) und noch mehr Diskutieren wie im Fluge und schon standen wir wieder vor der Tür und konnten die ganzen Eindrücke gar nicht richtig fassen. Die nächsten Sichtungstermine verliefen genauso, voll mit lustigen, traurigen, rührenden, spannenden und wunderschönen Filmen, die dem Begriff Dokumentarfilm –jedenfalls für mich- einen völlig neuen Anstrich verpassten.
Obwohl mich die Sichtungen fast den ganzen Herbst über einen kostbaren Tag des Wochenendes kosteten, fand ich es wirklich schade, als sie vorbei waren. Allerdings fing damit unsere Juryarbeit erst richtig an. Tatsächlich liefen die Sichtungen sehr friedlich ab, was man von der Sitzung, in der wir uns für einen Gewinnerfilm entscheiden sollten, nicht sagen konnte. Meinungen prallten aufeinander, Parteien bildeten sich, Sympathien wurden ausgespielt, kurzum, es ging hoch her. Letztendlich kamen wir jedoch zu einer Entscheidung (rein zufällig der NGB-Favorit), mit der alle zufrieden waren.
Damit hätten wir eigentlich unsere Arbeit als Jugendjury getan, wenn nicht noch eine Aufgabe auf uns gewartet hätte: Die Moderation der Preisverleihung.
Vor dem großen Tag stand für uns noch ein Moderationstraining an. Nie, nie wieder mache ich Witze über Moderatoren, die ganze Sache ist nicht so leicht wie sie aussieht!
Am Tag der Preiverleihung war dann alle Aufregung plötzlich weg, alles lief wie am Schnürchen und hat unglaublichen Spaß gemacht. Neben Förderern und Freunden der Duisburger Filmwoche interviewten wir nämlich auch die Preisträgerin Emilie Blichfeldt, die uns mit ihrem Kurzfilm „How do you like my hair“ überzeugte, einem Werk, das sich u. a. mit dem Verhältnis zum eigenen Körper, Selbstliebe und Sexualität beschäftigt. Das Publikumsgespräch mit Emilie und das anschließende Treffen mit ihr im Filmforum gehören zu meinen Lieblingserinnerungen an meine Juryerfahrung, da sie mit uns über ihr Leben und ihre Projekte sprach und uns dazu ermunterte, auch künstlerisch tätig zu werden.
Insgesamt war die Jurytätigkeit ein wunderschönes Erlebnis. Sie hat meinen Horizont erweitert, mich neugierig auf Neues gemacht und tief inspiriert. Ich habe tolle Menschen getroffen und viel gelernt.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal allen danken, die mir diese Erfahrung ermöglicht haben.

                                    Bengisu

Jos Rittenauer, Leonie Otto und Anna Josefine Beiske verleihen im Rahmen der Duisburger Filmtage die „Große Klappe“

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Black Sheep“ - Herdentrieb und schwarze Schafe

 

Auch in diesem Jahr (10.11.2016) verliehen drei Schülerinnen und Schüler des NGB im Duisburger Filmforum die begehrte "Große Klappe" für den besten Dokumentarfilm des doxs!-Festivals. Der mit 5000 Euro dotierte Preis ging an den Film „Black Sheep“ (GB 2015) des Briten Christian Cerami. Den Gewinnerfilm wählte eine medienpädagogisch geschulte Jugendjury nach intensiven Diskussionen aus. Die SchülerInnen übernahmen auch die Moderation der Preisverleihung. Mit dabei vom NGB waren Leonie Otto, Anna Beiske und Jos Rittnauer als Mitglieder der Jury sowie eine sechzehnzehnköpfige Delegation des NGB.

 

 

Bei "doxs!" geht es um anspruchsvolle Dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche. Die "Große Klappe" ging in diesem Jahr an einen Film, der ein hochaktuelles Thema behandelt: die Faszination rechter Gruppierungen, die mit einfachen Erklärungsmustern und dem Feindbild Islam Jugendliche faszinieren und radikalisieren.

Der Film begleitet zwei Brüder (13 und 17 Jahre), die im tristen und abgehängten Bradford in Nordengland leben. Der ältere der beiden versucht seinen jüngeren Bruder zu überzeugen an einer Demonstration der rechtsextremen EDL teilzunehmen. Diese nationalistische Gruppierung richtet sich radikal gegen den Islam und versucht durch gezielte Provokationen und Hasstiraden Aufmerksamkeit zu erzielen. Der jüngere der beiden Brüder ist noch unentschlossen, als sie mit dem Zug zur Demonstration in die Nachbarstadt reisen, der ältere hat sich jedoch bereits entschieden...

Eine lobende Erwähnung sprach die Jugendjury aus für den deutschen Kurzfilm "Ein Aus Weg" (DE 2016) von Simon Steinhorst und Hannah Lotte Stragholz. Als Preispate begleitete Oguz Yilmaz, Y-Titty Mitbegründer und YouTube-Star der ersten Stunde, die Verleihung.

 

Auch für das Jahr 2017 besteht für filmisch interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe die Möglichkeit in der doxs-Jugendjury mitzuarbeiten. Interessenten melden sich bitte bei Herrn Gorn. Eine Vorstellung, was euch bei der Juryarbeit erwartet, könnt ihr im Beitrag von Bengisu Yüksel lesen, die 2014 Teil der Jury war.

 

V. Gorn

 

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Meine Juryerfahrung beim Filmpreis GROSSE KLAPPE 2014 (Bengisu Yüksel)

Der Filmpreis GROSSE KLAPPE, der seit 2011 im Rahmen der Duisburger Filmwoche verliehen wird, zeichnet jährlich Produktionen aus, welche sich ästhetisch und politisch wertvoll mit Themen, die Jugendliche betreffen, beschäftigen. Für den Preis werden ausschließlich deutsche und europäische Dokumentarfilme ausgewählt, die dann, und das macht die GROSSE KLAPPE europaweit einzigartig, von einer Jugendjury gesichtet und besprochen werden. Nachdem alle nominierten Filme gesichtet werden, entscheidet die Jury schließlich zusammen, welcher Dokumentarfilm den Preis gewinnt. Es winken vor allem das 3500 € dotierte Preisgeld für die beste Regieleistung. Zudem wird der Film als DVD für den Schulunterricht herausgebracht.
Soweit die Theorie. Aber was habe ich, Schülerin der Q2 des NGB, mit diesem Filmpreis zu tun?
Mitte letzten Schuljahres wurden eine Mitschülerin (Malina Hoffmann) und ich von Herrn Gorn angesprochen, ob wir nicht Lust hätten, bei der Jugendjury als Schüler des Neuen Gymnasiums mitzumachen. Obwohl wir uns nicht viel unter Juryarbeit vorstellen konnten, sagten wir sofort zu, denn wir beide lieben Filme und waren neugierig, was uns wohl erwarten würde. Als wir auch den Verantwortlichen bei doxs! (so nennt sich die für den Preis verantwortliche Sektion der Duisburger Filmwoche) Bescheid gegeben hatten, passierte bis auf ein paar Mails erstmal gar nichts, bis im August endlich die Sichtungstermine anstanden. Ziemlich aufgeregt fuhren wir also Samstag morgen zum Duisburger Filmforum, um das Team, die anderen Jurymitglieder und natürlich die Dokumentarfilme zum ersten Mal zu sehen. Wie immer bei solchen Dingen war unsere Nervosität absolut unbegründet, wir wurden herzlich aufgenommen und verstanden uns sehr gut mit unseren MitjurorInnen. Nach einer kurzen Einführung zum Thema Dokumentarfilm ging es auch schon los mit den ersten beiden Filmen, die Zeit verging mit Diskutieren, Essen (an dieser Stelle 1000 Dank an das doxs!-Team für die vielen Kekse) und noch mehr Diskutieren wie im Fluge und schon standen wir wieder vor der Tür und konnten die ganzen Eindrücke gar nicht richtig fassen. Die nächsten Sichtungstermine verliefen genauso, voll mit lustigen, traurigen, rührenden, spannenden und wunderschönen Filmen, die dem Begriff Dokumentarfilm –jedenfalls für mich- einen völlig neuen Anstrich verpassten.
Obwohl mich die Sichtungen fast den ganzen Herbst über einen kostbaren Tag des Wochenendes kosteten, fand ich es wirklich schade, als sie vorbei waren. Allerdings fing damit unsere Juryarbeit erst richtig an. Tatsächlich liefen die Sichtungen sehr friedlich ab, was man von der Sitzung, in der wir uns für einen Gewinnerfilm entscheiden sollten, nicht sagen konnte. Meinungen prallten aufeinander, Parteien bildeten sich, Sympathien wurden ausgespielt, kurzum, es ging hoch her. Letztendlich kamen wir jedoch zu einer Entscheidung (rein zufällig der NGB-Favorit), mit der alle zufrieden waren.
Damit hätten wir eigentlich unsere Arbeit als Jugendjury getan, wenn nicht noch eine Aufgabe auf uns gewartet hätte: Die Moderation der Preisverleihung.
Vor dem großen Tag stand für uns noch ein Moderationstraining an. Nie, nie wieder mache ich Witze über Moderatoren, die ganze Sache ist nicht so leicht wie sie aussieht!
Am Tag der Preiverleihung war dann alle Aufregung plötzlich weg, alles lief wie am Schnürchen und hat unglaublichen Spaß gemacht. Neben Förderern und Freunden der Duisburger Filmwoche interviewten wir nämlich auch die Preisträgerin Emilie Blichfeldt, die uns mit ihrem Kurzfilm „How do you like my hair“ überzeugte, einem Werk, das sich u. a. mit dem Verhältnis zum eigenen Körper, Selbstliebe und Sexualität beschäftigt. Das Publikumsgespräch mit Emilie und das anschließende Treffen mit ihr im Filmforum gehören zu meinen Lieblingserinnerungen an meine Juryerfahrung, da sie mit uns über ihr Leben und ihre Projekte sprach und uns dazu ermunterte, auch künstlerisch tätig zu werden.
Insgesamt war die Jurytätigkeit ein wunderschönes Erlebnis. Sie hat meinen Horizont erweitert, mich neugierig auf Neues gemacht und tief inspiriert. Ich habe tolle Menschen getroffen und viel gelernt.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal allen danken, die mir diese Erfahrung ermöglicht haben.

 

Bengisu


 

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