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Bildungspartnerschaft stärkt Erinnerungskultur am NGB


gedenkDas NGB hat zwei neue Bildungspartner gewonnen. Die Gedenkstätte Steinwache, das Institut für Diaspora- und Genozidforschung der Ruhr-Universität Bochum und das NGB haben eine durch das Schulministerium NRW anerkannte Partnerschaft abgeschlossen, die die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen erleichtern und intensivieren soll.

Die „Bildungspartner NRW“ sind eine Initiative des Schulministeriums, um die Zusammenarbeit zwischen schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen auf kommunaler Ebene zu verankern. Seit 2005 unterstützen die Bildungspartner NRW erfolgreich Schulen bei der Vernetzung mit Bibliotheken, Archiven, Musik- und Medienzentren und Gedenkstätten. Für beide Seiten ist das ein erfolgversprechendes Modell. Denn die Schulen schärfen ihr Profil im Bereich der außerunterrichtlichen Arbeit und profitieren von der Fachkompetenz der jeweiligen kommunalen Bildungseinrichtung. Und die Bildungseinrichtungen erhalten die Möglichkeit, ihre Angebote jungen Menschen zu vermitteln und vorzustellen.
In Bochum ist die Partnerschaft des NGB mit der Gedenkstätte Steinwache in Dortmund und dem Institut für Genozidforschung eine der ganz wenigen im Bereich „Schulen und Gedenkstätten“. Schwerpunkt der Partnerschaft soll die Zusammenarbeit in Projekten der Erinnerungskultur und historischen Bildungsarbeit sein. Schon seit über einem Jahr gibt es eine überaus produktive informelle Zusammenarbeit, die nun in einen festen Vertrag gemündet ist. So hat Markus Günnewig, stellvertretender Leiter der Gedenkstätte Steinwache, bereits kräftig dabei geholfen, die Neustrukturierung der Polenfahrt nach Lublin zu gestalten. Als Vorbereitung auf die jährlich stattfindende Fahrt erhalten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler eine dreistündige Stadtführung durch Dortmund und bekommen dabei Einblicke in das Schicksal der nach Ostpolen deportierten jüdischen Menschen aus Bochum und Dortmund sowie über die historischen Orte der Deportation. Für Jüdinnen und Juden aus Bochum war Dortmund Sammelpunkt und Deportationsbahnhof zugleich. Auch das Institut für Genozidforschung hat die Arbeit am Neuen Gymnasium bereits erfolgversprechend unterstützt. Für den alle zwei Jahre stattfindenden Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ermittelt es Themen und Quellen für mögliche Schülerprojekte. In diesem Jahr hat die Klasse 8a gemeinsam mit Herrn Vollert ein bebildertes Buch zur in Bochum geborenen deutschjüdischen Hollywood-Schauspielerin Lotte Palfi-Andor beim Geschichtswettbewerb eingereicht. Ohne den Hinweis und die weiterführende Beratung von Kristin Platt, stellvertretende Leiterin des Instituts, wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.
Diese Zusammenarbeit soll nun systematisch fortgesetzt und ausgebaut werden. Anregungen für Wettbewerbsbeiträge und Projektarbeiten, Hilfestellungen für Facharbeiten oder bei der Vermittlung von Praktika in der Gedenkstättenarbeit oder der historischen Forschung sowie Unterstützung bei der Einwerbung finanzieller Fördermittel für Projekte im Bereich Erinnerungskultur sind wesentliche Eckpfeiler des Vertrags. Doch nicht nur die Schule kann von der Partnerschaft profitieren. Neue Bildungsmaterialien und Konzepte, die an der Gedenkstätte und am Institut für Genozidforschung entstehen, können am NGB auf Praxistauglichkeit und Adressatengerechtigkeit überprüft werden. So entwickelt zum Beispiel das Institut für Genozidforschung gerade ein Onlineportal mit Bildungsmaterialien zur Verflechtung der deutschen und der türkischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Ein von der Stiftung „Erinnerung-Verantwortung-Zukunft“ gefördertes, spannendes und wichtiges Projekt, das Schüler und Schülerinnen des NGB begleiten und evaluieren können.
Die „Steinwache“ war zwischen 1928 und 1958 Dortmunder Polizeigefängnis und aufgrund der regionalen Zuständigkeit der Gestapo zentraler Verfolgungsort während der Zeit des Nationalsozialismus‘ – auch für viele Menschen aus Bochum. Sie ist heute Teil des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten NRW und beherbergt die Dauerausstellung „Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945“.
Das Institut für Diaspora- und Genozidforschung der Ruhr-Universität Bochum ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung zur Erforschung von Formen, Ursachen und Strukturen kollektiver Gewalt. Leiter des Instituts ist Prof. Dr. Mihran Dabag.
Ansprechpartner am NGB für die Partnerschaft sind Frau Klausmeier und Herr Vollert.


 

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