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Unser Austausch auf La Réunion im Oktober 2016

Collège du Bassin Bleu A 17.10.2016Unvergesslich ist unser Schüleraustausch mit dem Collège du Bassin Bleu in Sainte-Anne auf La Réunion im Herbst 2016 (vom 13. bis zum 26. Oktober 2016), den wir mit unseren Lehrern, Dr. Paul Reiter und Gisèle Mägli Cervantes, gemacht haben.
Begonnen hat das alles mit einer 6-stündigen Busfahrt von Bochum nach Verdun, einer historisch bedeutenden Stadt in Frankreich, wo wir gemeinsam mit unseren französischen Austauschschülern, die vorher bei uns in Bochum gewohnt hatten, sehr viel Interessantes erfuhren über die grausamen Jahre im 1. Weltkrieg, als Deutschland und Frankreich sich noch bitter bekämpften und Hunderttausende von Soldaten auf beiden Seiten meist qualvoll starben. Collège du Bassin Bleu 24.10.2016 Unterricht 1

Auch während der Fahrt durch Verdun selbst und nach Paris wurden wir sehr gut informiert von unserem vielseitig interessierten Französisch-Lehrer, Herrn Dr. Reiter, und unserem französisch-deutschen Reiseführer, der ursprünglich aus Baden-Württemberg kam und mit einer Französin verheiratet ist und in Frankreich lebt.

Collège du Bassin Bleu 24.10.2016 Unterricht 2
Von Paris-Orly (das ist der zweite internationale Verkehrsflughafen von Paris) flogen wir nach Saint Denis auf La Réunion (der Flughafen ist nach Roland Garros, dem auf La Réunion geborenen Piloten und Jagdflieger benannt). Der Nachtflug dauerte ganze zwölf Stunden, was sehr anstrengend war, aber mit Musik hören, Filme schauen etc. verging die Zeit wie im Flug...

Collège du Bassin Bleu 24.10.2016 Unterricht 3
Nun waren wir endlich da und waren sehr gespannt auf unsere Gastfamilien, die uns am Flughafen mit super Wetter schon erwarteten. Soweit wir wissen, waren alle Familien wirklich gastfreundlich und besonders meine (Dianas) wurde für mich schon wie eine zweite echte Familie. Viele teilten sich ein Zimmer mit ihren Austauschpartnern, einige, wie ich, hatten ein eigenes Zimmer. Insgesamt gab es nur 4 Tage bei den Familien, und immer wurde etwas unternommen, z.B. ging es oft zum Bassin Bleu, einer Art offener "Schwimmgelegenheit". Und an alle Eltern: Essen bekamen wir reichlich, denn die Réunionesen sind sehr, manchmal sogar zu gastfreundliche Menschen.

Collège du Bassin Bleu B 24.10.2016
Am Sonntag, dem dritten Tag auf La Réunion, begann unser Programm mit einem Picknick bei l'Ermitage-Les-Bains mit allen Austauschschülern und ihren Familien. Angefangen hat alles mit der Begrüßung, was so ziemlich ‘ne Ewigkeit gedauert hat: Man küsste von einer Wange zur anderen, und wenn man mit der ersten Person fertig war, ging es schon mit der nächsten weiter. Geschafft haben wir es trotzdem. Später sind alle Schüler dann an den Strand gegangen und haben so ziemlich den ganzen Tag dort verbracht: im kühlen Salzwasser. Zwischendurch wurde uns aber auch reichlich Essen angeboten, wo wir natürlich sofort zugegriffen haben. Wer lässt sich schon sowas entgehen? Alles in allem war der Tag etwas Besonderes und sehr schön. Man hat sich mit allen Menschen gut verstanden, ist schnell ins Gespräch gekommen und hat sich dementsprechend besser kennengelernt.

Pas de Bellecombe 24.10.2016
Nun zum 17.10.2016: Alles in allem haben wir an diesem Tag einfach so viel Interessantes und Neues gesehen und erfahren, dass man es kaum in Worte fassen kann; und daher haben wir auch viele Bilder, die diesen Tag festhalten. Beim Zwischenstopp in Piton Sainte-Rose und an der Kirche Notre-Dame des Laves, die von den Lavaströmen verschont blieben, sind sehr viele schöne Bilder entstanden, welche man in Deutschland, glauben wir, nicht nachmachen könnte. Die sehr coolen Lavaströme auf La Réunion hatten wir deutschen Schülerinnen und Schüler auch noch nie vorher gesehen. Es war schon aufregend zu wissen, man steht gerade genau da, wo vor ein paar Jahren noch ein Vulkan mit Lava ausgebrochen war. Am Ende des Tages ging es zum Jardin des parfums et des épices. Die Pflanzen, die wir dort sahen, waren sehr schön und gleichzeitig auch sehr nützlich. Besonders die Vanille von La Réunion ist auf der ganzen Welt sehr begehrt, sie kann aber leicht verwechselt werden mit der viel billigeren "fake-version" aus Madagaskar: Also aufpassen beim Einkaufen!!

Pleine des Sables 24.10.2016
Während unseres Aufenthaltes auf La Réunion hatten wir natürlich auch viel Kontakt mit Wasser. So zum Beispiel waren wir jeden, aber auch wirklich jeden Tag, am Strand, so dass man am Ende wirklich genug von Wasser hatte. Aber was erwartet man schon von einer Insel? Strände sind nun einmal typisch dafür. Auch mit unserer Klasse und den Austauschschülern haben wir viele Wasseraktivitäten gemacht. Es ging von Rafting bei Saint-Benoît bis hin zum Tauchen in L’Ermitage-Les-Bains und von den Klippen ins Wasser springen. Alles war dabei und somit auch neue Erfahrungen. Angefangen haben einige mit dem Kayak. Persönlich fanden wir, dass das Kayakfahren nichts Besonderes war; abgesehen davon, dass wir Korallen, die wir noch nie zuvor gesehen haben, zu Gesicht bekamen. Beim Tauchen konnte man auch noch sehr viele neue und interessante Fische, die überall herumschwammen, auch sehr gut beobachten und bewundern. Ein sehr schönes Erlebnis, was definitiv zu empfehlen ist.

Saint Benoît 20.10.2016 Rafting 1
Das nächste was auf unserer Liste stand war das "von den Klippen springen und danach raften" in der Nähe von Saint-Benoît. Dieser Teil hat am meisten Spaß gemacht und war auch eine neue und extreme Erfahrung für uns alle. Alles in allem waren diese Tage, an denen wir diese Wasseraktivitäten gemacht haben, unbeschreiblich cool. Man hat eine Erfahrung nach der nächsten gesammelt und war überhäuft von neuen Erlebnissen, einfach unvergesslich.

Saint Benoît 20.10.2016 Rafting 2
Am Freitag war es dann leider zu Ende mit den coolen Wasseraktivitäten, dafür ging es aber dann zum Wochenmarkt nach Saint-Paul: Die Sachen dort waren sehr cool, und man konnte dort viele Geschenke für die ganze Familie finden. Der einzige kleine Nachteil war, dass die Sachen schon ganz schön teuer waren. Aber wir zum Beispiel kamen mit weniger als 80 € sehr gut aus. Man sollte nur nicht zu viel Unnötiges kaufen. Der Markt war sehr groß, und man hatte viel Auswahl zwischen Gewürzen, was Touristen auf la Réunion als erstes und am liebsten kaufen, weil sie wirklich sehr gut sind. Ich habe schon mit meiner Mutter viel damit gekocht und kann es nur weiter empfehlen, dort seine Gewürze zu kaufen (und auch Gegenstände wie Souvenirs wie zum Beispiel Taschen, Schlüsselanhänger, Schmuck usw.). Von Saint-Paul fuhren wir nach Saint-Denis, das ist die Hauptstadt von La Réunion. Dort ging es zum Marché malgache, dem madagassischen Markt. Dort gab es im Grunde genommen dieselben Sachen wie in Saint-Paul, nur ein bisschen billiger, weil sie von Madagaskar sind. Und das Zentrum von Saint-Denis war auch dem in Deutschland ziemlich ähnlich: also normale Kleidungsläden, Juweliere etc. Alles in allem war es der Tag, an dem man endlich sein ganzes Geld ausgeben und seine Koffer füllen konnte. Interessant war, dass auch unsere beiden Lehrer, Herr Dr. Reiter und Frau Mägli Cervantes, sich als echte Shopping-Mäuse outeten.

Saint Denis 21.10.2016
Den vorletzten Tag verbrachten wir schließlich in unserer Partnerschule, dem Collège du Bassin Bleu in Sainte-Anne. Dort waren nämlich die Ferien zu Ende. In den ersten Stunden gab es alltäglichen, normalen Unterricht. Und man merkte schon, dass dort alles viel strenger zugeht als hier bei uns in Deutschland, die Schülerinnen und Schüler hatten sehr viel Disziplin, was wir beide persönlich sehr bewundern. Danach gab es eine Mittagspause in der Kantine, wo wir endlich etwas zu essen bekamen! Es gab pommes ????!! Danach ging es in verschiedene Klassenräume, wo wir vieles über die Kultur der Insel erfahren und auch erlebt haben, z.B. wurde von einigen Schülern der Schule réunionaisische Musik gespielt; und zwei Schülerinnen tanzten dazu, das war wirklich interessant und total neu für uns. Uns beiden haben vor allem die folkloristische Kleidung der Tänzerinnen gefallen. Später gab es natürlich typisch réunionaisisches Essen, u.a. ‚samosas‘, das Lieblingsgericht aller deutschen Schülerinnen und Schüler auf La Réunion. Schon allein für die ‚samosas‘ würden wir beide wieder nach La Réunion fliegen. Am Ende des Austauschprogramms haben wir auf einem Bewertungsbogen alle Fragen zu diesem Aufenthalt auf La Réunion schriftlich beantwortet. Und dann ging es wieder nach Hause zu unseren Gastfamilien.


Der letzte Tag, an dem wir abends auch nach Europa zurückflogen, war ein Dienstag, an dem wir trotzdem einen sehr coolen Ausflug ins Inselinnere mit seiner Vulkanlandschaft gemacht haben. Unser Ziel war das Musée du Volcan, das gerade neu eröffnet worden ist, ziemlich modern gestaltet ist und für uns viele Informationen zu bieten hatte. Doch bis zu unserem Ziel hatten wir auf unserer Busfahrt einen langen Weg vor uns, wo die Geduld unser Begleiter und bester Freund war. Aufgrund der langen Fahrt durch die Vulkanlandschaft um den Vulkan Piton de la Fournaise herum wurden immer wieder Zwischenstopps gemacht. Zum einen, um endlich an die frische Luft zu gehen und die Toilette aufzusuchen, und zum anderen, um die Gegend und den Ort zu erkunden. Die Aussicht an den verschiedenen Orten auf die Vulkane war atemberaubend, da wir oben in den Bergen waren. Alles schien wie auf einer Leinwand. So unecht und unrealistisch wie ein Traum, den man nicht wahrnehmen konnte, da es einfach unbeschreiblich schön war. Wir persönlich haben noch nie solche Orte gesehen, weshalb wir auch ziemlich überreagiert haben und sich eine Menge von Fotos angesammelt hat. Nach langem Warten haben wir es dann endlich geschafft, unser Ziel zu erreichen. Im Bergdorf Bourg-Murat steht das Musée du Volcan, wo uns mit viel interaktiver Technik eine sehr gute Museumsführung geboten wurde. Echt super! So erfuhren wir vieles über Vulkane wie z.B. dass der Piton de la Fournaise (über 2500 Meter hoch) immer noch aktiv ist und jeden Moment ausbrechen kann. Deshalb muss er 24/7 überwacht werden. Früher konnte man den Ausbruch der Vulkane noch hautnah miterleben. Doch seitdem einige Leute die Warnhinweise missachtet haben und sich der Lava zu sehr näherten, sind einige ums Leben gekommen. Daher kann man das Phänomen nur noch von Weitem bestaunen. Besser etwas als nichts.


Nach dem Ausflug hieß es: Auf Wiedersehen La Réunion und hallo Deutschland, denn es ging sofort zum Flughafen in Saint-Denis. Der Abschied fiel uns allen sehr schwer, und es wurde viel geweint. Während dieser tollen Reise haben wir viele neue Menschen kennengelernt, die uns sehr ans Herz gewachsen sind, und vor allem viele neue Erlebnisse gesammelt, die uns nun für immer in Erinnerung bleiben. Wir haben eine sehr enge Gemeinschaft gebildet und haben uns alle super verstanden. Die Austauschschülerinnen und -schüler auf la Réunion sind sehr herzliche, nette und hilfsbereite Menschen; und es fällt einem schwer, solchen Menschen Tschüss sagen zu müssen, in Gedanken sie erst nach langer Zeit wiederzusehen....
Doch es hat sich gelohnt! Dieser Austausch war das Beste was wir machen konnten und sowas würden wir auf jeden Fall wiederholen.

Diana Abdulkader, Gülsen Gülen (9d)


 

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