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Hebräischkurse präsentieren Stolpersteinrecherche

Am Mittwoch, den 24. Januar, präsentierten die Hebräischkurse der EF, Q1 und der Q2 im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte die Ergebnisse ihrer Recherchen im Rahmen des Projektes Stolpersteine. Dieses Projekt wurde von dem Künstlers Gunter Demnig ins Leben gerufen, um an Menschen zu erinnern, die durch die Nationalsozialisten schikaniert, verfolgt und schließlich ermordet wurden.

Seit vielen Jahren werden zu diesem Zweck in vielen deutschen Städten und u.a. auch in Bochum an dem letzten freiwillig gewählten Wohnort dieser Menschen sogenannte Stolpersteine verlegt, in deren Messingoberfläche der Name, das Geburtsjahr und - sofern man das weiß (was nicht immer der Fall ist) - das Todesdatum eingraviert werden. In diesem Jahr übernahmen die Schüler und Schülerinnen der Hebräischkurse des NGB die Patenschaft für die Stolpersteine von Hedwig Stern sowie von Jacob und Ella Eichenwald, die in der Kortumstraße 76 bzw. in der Goethestraße 9 verlegt wurden. Um sich mit dem Leben dieser jüdischen Bürger unserer Stadt vertraut zu machen, recherchierten  die Schüler unter der Anleitung des Bochumer Stadtarchivs in Adressbüchern, Standesamtsregistern und ähnlichen Dokumenten; auch weitere Stadtarchive (z.B. Dortmund, Hannover und Witten) wurden in die Forschungen einbezogen. Sara Minoris (Schiller-Schule) wurde daher auch eingeladen, ihre Rechercheergebnisse im Stadtarchiv Witten vorzustellen; sie präsentierte diese dann auf einer Gedenkveranstaltung am 27.1., zusammen mit Rebecca Löbbert. Das Ergebnis dieser Recherchen waren - wie auch bei den anderen Lebensläufen, die an diesem Abend vorgestellt wurden - teilweise sehr bedrückende und nachdenklich stimmende Einblicke in den Alltag und vor allem die Unterdrückung, der Menschen durch die Herrschaft der Nationalsozialisten ausgesetzt waren.

Hedwig Stern wurde ebenso wie weitere 64 Bochumer Juden am 30. April 1942 vom Dortmunder Südbahnhof ins polnische Zamocs transportiert, wo sie vermutlich auch gestorben ist. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der diesjährigen Polenfahrt werden übrigens die Gelegenheit erhalten, den Ort kennenzulernen, an den Hedwig Stern deportiert wurde: Sie begeben sich vor Ort in Ostpolen - in Lublin, Zamocz und Belzec - auf Spurensuche.

Dr. Christoph Otte


 

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