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Griechenlandfahrt 2022

20221003 152206Dieses Jahr, im Oktober 2022, wurde, nachdem sie aufgrund von Corona im Vorjahr ausgefallen war, die Griechenlandfahrt nachgeholt. Das Ganze wurde privat von den Griechisch-Lehrkräften organisiert und fand ausnahmsweise in den Herbstferien statt; dieses Mal durften sogar weitere  Griechenlandinteressierte mitkommen.
Und so begann unsere Reise ins Mutterland europäischer Kultur, tollem Essen und warmen Sandstränden.

 

Am Sonntag, den 02.10. ging es los: Schön früh, um noch viel vom Tag zu
haben mit insgesamt 45 Personen. Nach einem kurzen Stopp in München ging es per Flieger
weiter nach Athen, wo uns auch schon die Sonne entgegenstrahlte.
Das Hotel, das keine fünf Minuten vom Stadtzentrum entfernt war, hatte zudem noch einen
grandiosen Ausblick von der Dachterasse auf das weiße Meer von Athens Häusern und
selbstverständlich auch auf die Akropolis, die seit 2500 Jahren über die Stadt wacht.
Als erstes ging es zum Areopag, welcher der Akropolis gegenüberliegt und wo zu antiker Zeit
Gerichtsverhandlungen abgehalten wurden. Also nur so standard
Zivilisationszeug ;) Daraufhin bekamen die Schüler und Schülerinnen zum ersten Mal die
Möglichkeit Athen frei, in Gruppen von mindestens drei Leuten zu erkunden. Da es bereits
18:00 Uhr war entschied sich meine Gruppe dazu, sich in einer Taverne schonmal den Magen
aufzuwärmen bevor es hinterher zum gemeinsamen Abendessen mit griechischer Live Musik
ging.

 

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Solltest du je nach Athen kommen, was ich dir von Herzen empfehlen kann, darfst du die
Taverne "Ευχαρις" auf gar keinen Fall verpassen. Nirgends hatte ich je besseres Essen.
Wie bereits angekündigt ging es daraufhin zum gemeinsamen Abendessen. Sehr lecker und
die Live Musik hat die Atmosphäre wunderbar untermalt.
Nachdem sich einige noch kurz mit Wasser, Souvenirs und Knabberkram eingedeckt hatten,
ging es auch schon wieder zum Hotel zurück. Die Dachterasse hat uns dann bis zur
Zimmerkontrolle um 23:00 Uhr noch einen fantastischen Ausblick geboten.
Am nächsten Morgen ging es dann nach einem klassisch griechischen Frühstück rauf zur
Akropolis. Das Programm für heute war trotz der zwei Pausen straff, da wir heute Abend
schon nach Delphi fahren würden. Auf der Akropolis bekamen wir dann auch die erste
vorbereitete Präsentation zu hören. Dafür hatten sich die Schüler*innen im Vorhinein
eingetragen, sodass wir an jedem bedeutenden Ort die passenden Infos erhalten konnten.
Nach einer Stunde auf der Akropolis sind wir zusammen zum Akropolismuseum gelaufen, um
uns dort die Funde und Rekonstruktionen anzuschauen. Die schiere Fülle an kunstvoll
verzierten Ornamenten hier war wirklich beeindruckend.
Auf der Agora, auf der Sokrates vor über 2000 Jahren seine berühmten Debatten hielt, ging es
dann weiter. Das Gelände selbst hat eine überwältigende Größe mit einwandfrei erhaltenen
Tempeln. Die rekonstruierte Stoa des Attalos beherbergt das Museum, in dem zurzeit eine
Sonderausstellung zur Kamera Obscura aufgebaut ist. Abgesehen von den vielen
Straßenkatzen Griechenlands bekamen wir hier auch eine Schildkröte zu sehen, die unseren
Weg kreuzte.

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(Meine kleine Gruppe hatte sich zu diesem Zeitpunkt unter dem Versprechen eines späteren
Tavernenbesuchs verdoppelt.)
Nach dem Besuch des Wachwechsels beim Grab des Unbekannten Soldaten und einem
optionalen Kurz-Besuch beim Nationalmuseum, ging es bald schon in den Bus nach Delphi.
Unsere Zimmer hatten dabei einen weiten Ausblick auf die unter uns liegende Bucht, sodass
wir am nächsten Morgen vom einfallenden Sonnenlicht geweckt werden konnten.
Die Stätte von Delphi war noch besser gelegen. Von hier aus hatte man einen weitläufigen
Blick auf die umliegenden Berge, für eine perfekte Panorama-Kulisse am Nabel der Welt. Am
Athener Schatzhaus und dem Apollotempel vorbei, in dem die Pythia ihre Weissagungen
hielt, weiter zur Kastalischen Quelle, deren Wasser Dichtkunst für jene verspricht, die es
trinken. Selbstverständlich vom Gott Apollo gegeben. Das dazugehörige Museum ist klein
aber fein mit gewaltigen Statuen die einst um den Apollotempel standen.
Im Anschluss fuhren wir mit dem Bus nach Tolon, unserem letzten Hotel für diese Fahrt. Auf
dem Weg legten wir aber erst noch einen kurzen Stopp beim Kloster Hosios Lukas ein. Ein
wirklich schönes Kloster mit konstantinischen Mosaiken und seiner eigenen Ölpresse. Auch
hier war die Aussicht typisch griechisch: Bezaubernd und mit weiter Sicht auf felsige Berge
und grüne Olivenbäume.

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Und dann Tolo. Unser Hotel: direkt am Meer, das Meer: selbst Abends noch warm und mit
einer kleinen vorgelagerten Insel in Sichtweite. Hier haben wir selbstverständlich den
Großteil des Abends im Meer verbracht bis es dann Zeit fürs Abendessen war mit veganen
und vegetarischen Optionen. Schaut euch dafür auch gerne unsere Bewertungen bei Google
Maps an :)
Den vorletzten Tag haben wir erst in der antiken Stätte von Epidauros verbracht. Das alte
Amphitheater ist beinahe noch vollständig erhalten, sodass man alles hören konnte, was in der
Mitte gesagt wurde. Das griechische Theater hatte dabei den vollen Effekt eines Full
Surround Sound Systems, ganz im Gegensatz zu unseren neuen studiensaalähnlichen
Theatern, die ohne Lautsprecher nicht mehr funktionieren könnten.
Bald darauf waren wir schon in Mykene, der Festung des Königs Agamemnon,
dreieinhalbtausend Jahre altes Kulturgut. Überbleibsel der ersten europäischen Hochkultur.
Gebaut mit Steinen, die teilweise die Größe eines Kleinwagen hatten. Das prunkvolle
Löwentor begrüßt die Besucher*innen mit seiner monolithischen Verzierung zweier um eine
Säule stehenden Löwen.
Nach einer guten Stunde Besichtigungszeit ging es dann zurück zum Strand bei Tolo, wo wir
uns von den knappen 30°C erfrischen konnten. Griechenland hat schon seine Vorteile. Was
soll ich sagen außer: wählt Griechisch, die Sprache ist faszinierend und ihr fahrt nach
Griechenland. Besser geht's nicht.

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Der Morgen unseres letzten Tages in Griechenland wurde von einem atemberaubenden
Sonnenaufgang begrüßt. Somit konnte es losgehen. Zuerst nach Tyrins, einer Ruine noch älter
als selbst Mykene; den Legenden nach von Zyklopen erbaut, war sie Heimat des Bruders von
Herakles: Eurystheus, der ihn auch mit seinen zwölf Taten beauftragte, nachdem der von Hera
verzauberte Herakles seine eigenen Kinder erschlagen hatte.
Danach ging es für uns nach Nauplio und rauf auf die Festung, die unter der Bestzung der
Venezier erbaut worden war. Hier hatten wir eine Stunde Zeit, um auf eigene Faust die
Fortezza zu erkunden, und was soll ich sagen: Wir wurden nicht enttäuscht. Nicht nur war die
Aussicht MAL WIEDER absolut atemberaubend, sondern auch die Festung selbst. Wir
konnten an den Mauern entlang die Wehrgänge erkunden und durch ehemalige
Versorgungstunnel förmlich durchkrabbeln. Nicht höher als 1,10 Meter, aber jede Sekunde
Wert.
Daraufhin konnten wir Schüler*innen die Stadt frei erkunden, um Essen zu gehen, Souvenirs
zu kaufen oder einfach nur durch die Straßen zu schlendern. Die Gebäude waren dabei auch
oft verziert und verstreuten das Gefühl einer griechisch-venezianischen Hafenstadt. Falls ihr
das Gefühl nicht kennt, setzt euch Nauplio auf jeden Fall als Reiseziel. Das Gefühl ist
einmalig: Warm, herzlich, alt und doch nicht aus seiner Zeit gezerrt und an jeder Ecke gibt es
etwas Neues zu Entdecken. Vor der Abreise waren wir dann alle nochmals gemeinsam an
einem Badestrand schwimmen. Der Boden war zwar steinig, aber das hat einen nur dazu
motiviert länger im Wasser zu bleiben.
In Tolo standen dann aber wieder Sandstrand, Taverne und die Einkaufsstraße an. Also volles
Urlaubsgefühl.
Am Morgen der Abreise konnten wir entspannt ausschlafen bevor die Koffer gepackt werden
mussten. Zwischen Tolo und Athen machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp am Kanal
von Korinth wo wir einigen Bungeespringern zuschauen und Essen kaufen konnten.
Am Kölner Flughafen sind wir dann um 19:35 wohlbehalten gelandet, wonach wir uns,
teilweise fast unter Tränen, voneinander verabschiedet haben.
Die Griechenlandfahrt, und das sage ich im Namen aller Schülerinnen und Schüler, die
mitgefahren sind, war wirklich fantastisch. Vielen herzlichen Dank an alle Lehrkräfte die
mitgefahren sind und uns dieses Erlebnis ermöglicht haben. Ein besonderes Dankeschön aber
an Herrn Antrecht, der leider nicht mitfahren konnte, und Frau Dr. Aretz, ohne deren
Engagement diese Fahrt nicht möglich gewesen, ja geschweige denn stattgefunden hätte. Sie
sind die Helden der Griechischkurse!

 

Dominik Beierle


 

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