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Neue Schulsanitäter werden ausgebildet

Bilder SaniStatt kurz vor den Zeugnissen die Schulbank zu drücken, absolvieren vierzig SchülerInnen am Neuen Gymnasium Bochum zwei Tage lang ein intensives Erste Hilfe Trainingsprogramm. Da wird die Aula zum Unfallort und Ersthelfer haben viel zu tun!

Es werden Druckverbände angelegt oder die stabile Seitenlage an einer großen schweren Puppe geübt. „Das ist viel schwerer mit der Dummy-Puppe, als wenn wir es mit anderen Kindern üben, die bleiben wenigstens so liegen wie man sie hinlegt, die Puppe rutscht immer zurück, wenn man es nicht richtig macht, die ist eben bewusstlos“, meint eine Schülerin.

 

Die Reanimation ist ganz schön anstrengend und man muss sich konzentrieren, Alex drückt den Brustkorb der Puppe kräftig ein, während Henrik den Larynxtubus einführt, um zu beatmen. Amir bedient den Defibrillator und eine mechanische Männerstimme erklärt den Ersthelfern genau, was zu tun ist und nun „Beaaatmen“ und „Abstand halten …“.

 

Steckt ein Fremdkörper in der Luftröhre und man droht zu ersticken, dann sollte man den Heimlich-Griff können, aber wer kann den schon?! Nun trägt Mette eine Spezialweste, so dass Rana und die anderen versuchen können, ob sie mit dem Heimlich-Griff den Fremdkörper herausdrücken können. Einige Schülerinnen bringen währenddessen, die auf der Treppe verunglückte, Esther mit dem Tragetuch wieder in die Aula. Sie haben erfahren, wie man im Team zusammenarbeiten muss, um eine verletzte Person zu bergen. „Teamarbeit ist in der Ersten Hilfe sehr wichtig und sich auf den andern verlassen zu können sowie zuhören“, erklärt Herr Matreitz den angehenden Schulsanitätern.

An einer Tafel haben die Schüler und Schülerinnen vorab all ihre Erwartungen an diese Fortbildung heften dürfen. „Neue Sachen lernen und dabei Spaß haben“, „viel Praxis“, „alle Grundlagen gründlich besprechen“ „Reanimieren“ liest man dort. Greta ist mit dabei, weil sie gerne später einmal Ärztin oder Kieferorthopädin werden möchte und auch Felicitas möchte auf gar keinen Fall später im Büro arbeiten, sondern vielleicht Ärztin oder Biochemikerin werden.

Die vierzig neuen angehenden Schulsanitäter haben bereits ein halbes Jahr lang regelmäßig an den wöchentlichen Treffen der freiwilligen Arbeitsgemeinschaft teilgenommen und dabei auch medizinisches Fachwissen erlangt. Zusätzlich zur Theorie haben die angehenden Schulsanitäter realistische Übungen zu den jeweiligen Themen durchgeführt. Diese Kleingruppenarbeit wurde von den älteren und bereits ausgebildeten Schulsanitätern tatkräftig unterstützt.

Der Schulsanitätsdienst an unserer Schule wurde über die letzten Jahre hinweg ganz neu strukturiert und ist mittlerweile die Arbeitsgemeinschaft mit den meisten Teilnehmern, da die Ausbildung in Erster Hilfe für uns an unserer Schule sehr wichtig ist. Mittlerweile fragen schon Eltern zu Anfang des Schuljahres an, ob ihr Kind an der AG teilnehmen darf. Wir möchten gerne allen Jugendlichen, die an einer Erste Hilfe Ausbildung interessiert sind, natürlich auch diese Möglichkeit geben, die Ausbildung zu bekommen, da es so wichtig ist, dass man im Ernstfall weiß was zu tun ist.

Diese externe zweitägige Intensiv-Fortbildung führt Tobias Matreitz von MediDozenta seit inzwischen sechs Jahren einmal jährlich mit den Schulsanitätern am Neuen Gymnasium durch. Da wir dieses Jahr so viele neue Schulsanitäter ausbilden, können wir nicht wie die Jahre zuvor auch die älteren Schulsanitäter zur Fortbildung einladen. Jedoch kommen diese natürlich in den Pausen in die Aula, um auch einmal wieder den Heimlich-Griff und die Larynxtubation zu üben.

Herr Matreitz führt die besonders intensive Fortbildung, die auch viel Raum für spielerisches Heranführen an Materialien und Methoden lässt, die weit über die Erste Hilfe hinausgehen, bereits seit über 6 Jahren durch.

Nach der langen Pandemiezeit mit vielen Ausfällen war die Anzahl der SchülerInnen in diesem Jahr besonders hoch und der Kurs sollte verkürzt bzw. die Teilnehmerzahl reduziert werden. „Da müssen wir uns etwas anderes ausdenken und uns methodisch und inhaltlich anpassen!“ Herr Matreitz unterrichtet sonst hauptsächlich in Pflegeeinrichtungen, Praxen und Kliniken, hat auch Lehraufträge in Hochschulen und über einige Jahre das Bildungszentrum einer Wohltätigkeitsorganisation geleitet. Er ist vom Engagement und der schnellen Auffassungsgabe der Schülerinnen und Schüler begeistert. „Wenn ich sehe, wie schnell sich die Jugendlichen mit den Materialien zurechtfinden, ihre Fragen höre und die Begeisterung bei der Abarbeitung von Fallbeispielen sehe, mache ich mir um die Fachkräfte der Zukunft keine Sorgen – solange sie gefördert werden und Zugang zu Material und Wissen erhalten!“

Herr Matreitz stellt für diesen „Herzenstermin“ gerne computergesteuerte Übungsphantome, Übungsdefibrillatoren, Crash-Dummies und Profi-Equipment zur Verfügung. Besonders beliebt war die Übungsweste für den Heimlich-Griff, mit dem verschluckte Fremdkörper entfernt werden können. „Natürlich geht das weit über die Erste Hilfe hinaus und ist eher Inhalt von Sanitäts- bzw. Rettungsdienstlehrgängen und medizinischen Berufsausbildungen. Wenn ich allerdings erlebe, wie schnell die Jugendlichen das Material und die Abläufe verinnerlichen, kann sich davon manch ein Profi eine Scheibe abschneiden. Es macht einfach Spaß diese Begeisterung als Dozent und Trainer zu unterstützen.“

Die Schulsanitäter am NGB sind SchülerInnen der 8. Jahrgansstufe bis hin zum Abschlussjahrgang, die ihre Dienste selbstständig einteilen. Der Schulsanitätsdienst ist sehr gut ausgestattet und besitzt mehrere Funkgeräte, die die Stadtwerke Bochum vor einigen Jahren finanziert haben, außerdem gibt es einen gut ausgestatteten Sanitätsdienstraum, mehrerer Reanimationspuppen und zwei PAX-Notfallrucksäcke, die über den Förderverein der Schule angeschafft wurden. Täglich sind immer zwei Schulsanitäter in Einsatz und werden bei Bedarf vom Sekretariat gerufen, um dort ein verletztes Kind abzuholen und zu betreuen.

Durch die Ausbildung zum Schulsanitäter lernen die Jugendlichen eine schnelle und sachgerechte Erstversorgung von Verletzten. Darüber hinaus werden das Gemeinschaftsgefühl und das soziale Engagement gestärkt. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen, sind zuverlässig, helfen anderen und wissen im Notfall, was zu tun ist und tun es auch. Kompetenzen, die unsere SchülerInnen erwerben und Werte, die wir vermitteln wollen.

Britta Goschütz, Dr. Astrid Kollien

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